Winterwanderung 2020

WINTERWANDERUNG 2020

Das Jahr hatte begonnen, die erste Turnstunde – zeitgleich mit dem städtischen Neujahrsempfang – war über die Bühne gegangen, also war wieder Zeit für unseren ersten gesellschaftlichen Anlass: Winterwanderung 

Am Sonntag trafen sich dreissig zum Wandern bereite Frauen und Männer auf dem Bahnhof Rheinfelden, um sich mit der Bahn nach Möhlin, unserem Ausgangsort für die Winterwanderung, fahren zu lassen. Willy kam mit dem Velo vorbei und teilte mit, dass er uns von Möhlin aus mit dem Fahrrad begleiten würde, weil ihm ein böser Zeh das Laufen schwer mache.
Kurz nach halb zwei ging’s los. Bei angenehmer Winterkühle und etwas bedecktem Himmel wanderten wir in angemessenem Tempo dem Bahndamm entlang, umrundeten die eindrücklichen Saldomes der Saline Rheinfelden und erreichten über Feldwege den Neumatthof. Weiter über den Metzgerholzweg gelangten wir zur Römischen Warte, die über dem Rhein thronend einen schönen Ausblick Richtung Nordwesten bietet. Gerade rechtzeitig, um diesen zu geniessen, zeigte sich die Sonne. Um das Verweilen etwas kurzweiliger zu machen, trug natürlich auch der Apéro bei, der uns von Susi und Charly offeriert wurde. Wir durften weissen Kerner aus Cäsis Bestand und Roten aus meinem Keller geniessen; dazu gehörte auch der bereits traditionelle Neujahrszopf aus Greti’s Küche. Dieser Zwischenhalt bot auch die ideale Gelegenheit um eine Grusskarte für Slavica zu unterschreiben und das bereitstehende Geschenkkässeli zu füttern.
Der Weitermarsch führte uns hinunter zum Kraftwerk und anschliessend auf dem Rheinweg Richtung Stadtpark Ost, Stadtpark West ins Städtli, wo wir, den Zetiplan recht gut einhaltend, gegen 16 Uhr im Restaurant Rössli eintrafen. Slavica hatte für uns als geschlossene Gesellschaft das Lokal am Sonntag geöffnet und für dreiunddreissig Personen aufgedeckt; neunzehn Männerturner wurden von vierzehn Frauen begleitet. Während die Serviererin dafür schaute, dass unser aller Durst gestillt werden konnte, wirkte die Wirtin in der Küche derweilen es im Restaurant immer lauter wurde. Dies änderte sich erst – und nur vorübergehend – als uns das vorbestellte Menü serviert wurde. Alles frisch zubereitet: Salat, Kartoffelstock und Hacksteack an einer rassigen Pfeffersauce. Wir haben es uns schmecken lassen. Und auch das Dessert, das nicht bestellt war und uns von Slavica spontan offeriert wurde, fand Anklang und seine Abnehmer. 

Nun durfte ich im Namen des Männerturnvereins, der mit Bedauern den baldige Weggang von Salvica als Wirtin vom Rössli verkraften muss, eben diesen bevorstehenden Abschied ansprechen und unseren Dank für die vielfach genossene Betreuung und Bewirtung mit einem kleinen Präsent und einem Umschlag mit dem gerundeten Geldbetrag, der beim Zwischenhalt ins Geschenkkässeli geflossen ist, zum Ausdruck bringen. Ich denke, die Überraschung kam an und dürfte Slavica gefreut haben. Also revanchierte sie sich gleich mit einem feinen Grappa, den sie für alle offerierte, die noch mithalten wollten. Nur wenige verzichteten auf dieses "Verrisserli" zum Nachtisch. 
Unterdessen war es dunkel geworden. Man verabschiedete sich gebührend bevor sich die fröhliche Runde in kleine Grüppchen auflöste, die sich in verschiedenen Richtungen auf den Heimweg machten.